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  Rechtsanwalt F. Schoenrock
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Rechtsanwaltskanzlei
FlorianSchoenrock
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Jugendkriminalität

Der Jugendliche befindet sich in einer eigen, nicht klar abgrenzbaren, Situation.
In der Jugendphase sehen sich junge Menschen in einem Spannungsfeld vielfacher, stückweise auseinanderweichender Verhaltensanforderungen. In bestehende Sozial- und Rechtsordnungen müssen sie erst hineinwachsen.
Der Sozialisationsprozess ist konfliktbehaftet. Die Konflikte treten in einer Masse auf, dass die Annahme von Normalität und Allgegenwärtigkeit rechtfertigt.
Normverstöße sind daher nicht Ausdruck manifestierter Erziehungsdefizite, sondern eher als normal anzusehen. Dennoch ist der Erziehungsgedanke bisher das „Leitprinzip des Jugendstrafrechts“.
Jugendstrafrecht ist jedoch kein Erziehungsrecht, es bedeutet Strafrecht. Auch wenn § 37 JGG fordert, dass die Richter bei den Jugendgerichten und die Jugendstaatsanwälte „erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren“ sein sollen, so sind die in den Institutionen der formellen Sozialkontrolle tätigen Person dennoch keine Erzieher.
Die Erziehungsorientierung des JGG enthält aber keine inhaltliche Bestimmung. Reaktionsziel des JGG ist eine positive Legalbewährung. Im Jugendstrafrecht findet seit einigen Jahren auch der Gedanke der Non- Intervention (Nichtreagieren) Anwendung.
Erziehung im JGG bedeutet somit jugendgemäße Spezialprävention.
Aufgrund des Schlechterstellungsverbots, darf die Erziehungsnotwenigkeit nicht zu Lasten des Jugendstraftäters gehen.
Besonders im Jugendstrafrecht empfiehlt sich die frühzeitige Einschaltung eines Strafverteidigers.
rechtfertigt.
Normverstöße sind daher nicht Ausdruck manifestierter Erziehungsdefizite, sondern eher als normal anzusehen. Dennoch ist der Erziehungsgedanke bisher das „Leitprinzip des Jugendstrafrechts“.
Jugendstrafrecht ist jedoch kein Erziehungsrecht, es bedeutet Strafrecht. Auch wenn § 37 JGG fordert, dass die Richter bei den Jugendgerichten und die Jugendstaatsanwälte „erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren“ sein sollen, so sind die in den Institutionen der formellen Sozialkontrolle tätigen Person dennoch keine Erzieher.
Die Erziehungsorientierung des JGG enthält aber keine inhaltliche Bestimmung. Reaktionsziel des JGG ist eine positive Legalbewährung. Im Jugendstrafrecht findet seit einigen Jahren auch der Gedanke der Non- Intervention (Nichtreagieren) Anwendung.
Erziehung im JGG bedeutet somit jugendgemäße Spezialprävention.
Aufgrund des Schlechterstellungsverbots, darf die Erziehungsnotwenigkeit nicht zu Lasten des Jugendstraftäters gehen.





1.2 Jugendkriminalität

Jugendkriminalität ergibt formal durch das Persönlichkeitsmerkmal des Alters des Täters zum Tatzeitpunkt. Die Handlungen des jungen Menschen werden unter die Merkmale eines allgemeinen Straftatbestandes subsumiert. Es gibt keine Straftatbestände für Jugendliche.
Jugendqualität stellt sich in quantitiver und qualitiver Hinsicht anders dar als Kriminalität an sich. Die Besonderheiten der Lebensphase spielen dabei eine Rolle.