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  Berufsunfähigkeitsversicherung
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GünterSchnitzler
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Jedes Jahr müssen mehr als 200.000 Menschen ihre Arbeit aus gesundheitlichen Gründen vor Erreichen der Altersrente aufgeben. Verbraucherschützer fordern daher seit Jahren, die Berufsunfähigkeit als existenzielles Risiko grundsätzlich mit abzusichern. Denn meist reichen andere Renten oder Bezüge nicht aus, den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Jeder sollte demnach eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben.

Aufgrund des Rentenreformgesetzes, das zum 01.01.2001 in Kraft getreten ist, wurden die alten Modelle der "Berufsunfähigkeitsrente" und der Erwerbsunfähigkeitsrente" durch eine Erwerbsminderungsrente ersetzt.

Demnach erhalten Sie die volle Erwerbsminderungsrente, wenn Sie am Tag weniger als drei Stunden arbeiten können. Die halbe Erwerbsminderungsrente erhalten Sie, wenn sie täglich drei bis sechs Stunden arbeiten können. Die teilweise Erwerbsgeminderten erhalten dennoch die volle Erwerbsminderungsrente, wenn sie ihr Restleistungsvermögen von 3 bis 6 Stunden täglicher Arbeit, aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht ausüben können. Gar keine Rente gibt es für diejenigen, die mehr als 6 Stunden pro Tag einem Erwerb nachgehen können.

In einer Übergangsregelung erhalten Personen, die vor dem 01.01.2001 ihr 40. Lebensjahr vollendet haben, die bisherigen Berufsunfähigkeitsrenten weiter. Die Leistungen liegen jedoch ein Viertel unter den bisherigen Renten. Für die Einstufung ist maßgebend, ob Sie in Ihrem oder in einem anderen vergleichbaren und zumutbaren Beruf nicht mehr voll arbeitsfähig sind, das heißt, eine Verweisung in irgendeinen anderen Beruf entfällt. Im neuen Rentenrecht jedoch spielen Ausbildung und Beruf keine Rolle mehr, da die Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt berücksichtigt wird, das heißt, hier wird geprüft, ob Sie fähig sind, irgendeinem anderen Erwerb nachzugehen. Als Bankkaufmann könnten Sie somit auf einen Job als Nachtwächter verwiesen werden.

Zudem erhält nur derjenige Leistungen, der in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge gezahlt hat beziehungsweise Zeiten ohne Pflichtbeiträge angerechnet bekommt. So werden Kindererziehungszeiten, Zeiten aus dem Versorgungsausgleich sowie Ersatzzeiten bei der Wartezeit angerechnet. Berufsanfänger erhalten also in den ersten 5 Jahren keinerlei Leistungen.
Es gibt jedoch Ausnahmen. So hat der Gesetzgeber Umstände festgelegt, die automatisch zur Zahlung von Leistungen führen, so beispielsweise bei Arbeitsunfällen.
Die Höhe der Erwerbsminderungsrente orientiert sich an der Berechnung der Altersrente und ist leider nicht so einfach nachzuvollziehen. Als Orientierungshilfe können die Online-Rechner der VData Software-Entwicklung genutzt werden, die neben der Altersrente zusätzlich die halbe und volle Erwerbsminderungsrente sowie die kleine und große Witwenrente für die alten und neuen Bundesländer gesondert ausweisen.